Das Licht am Ende des Tunnels wird immer heller

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Echo auf unsere Internet-Zufriedenheitsumfrage war enorm. Binnen weniger Wochen sind über 2300 Rückmeldungen im Kreishaus eingetroffen. Wie zu erwarten, war der Tenor eindeutig negativ: 97 Prozent der Internet-Nutzer monierten das technisch bedingte Schneckentempo an ihrem PC. 53 Prozent bemängelten zudem die Zuverlässigkeit der Verbindung. Dass der Daumen so oft gesenkt wurde, kann nicht verwundern: 70 Prozent aller Antwortenden sind auf einem Trampelpfad unterwegs. Nicht einmal 1000 kBit beträgt ihre sekündliche Datenübertragungsrate. Weitere 19 Prozent arbeiten mit bis zu 6000 kBit/s. Die nur drei Prozent der zufriedenen Rückmeldungen resultieren aus Leitungen mit 16.000 oder mehr kBit/s.

Als ländlicher Flächenkreis setzen wir alles daran, diesen Standortnachteil zu beseitigen, unter dem berufliche wie private Internet-Nutzer leiden. Unser Ziel ist es, den gesamten Kreis Düren auf das 16.000er Niveau zu hieven – und zwar bis Ende 2010. So hat der Kreistag in seiner Sitzung am 24. Juni einmütig beschlossen, dass insgesamt 1,5 Millionen Euro aus unseren Konjunkturpaket-II-Mitteln in die Optimierung unserer Internet-Infrastruktur investiert werden. Die Kommunen, die davon profitieren, steuern jeweils einen Betrag in gleicher Höhe bei. Die Städte und Gemeinden können zielorientiert mit den Netzanbietern verhandeln und entscheiden selbst, wo sie zuerst ansetzen. Der Kreis Düren hat ihnen bereits eine Mustervorlage für die freihändige Vergabe von Aufträgen zur Verfügung gestellt.

Wir sind also auf einem guten Weg, zumal die Netzanbieter eine bisher kaum gekannte Beweglichkeit an den Tag legen. Problem erkannt, Problem gebannt - wir befinden uns gerade genau dazwischen. Das Licht am Ende des Tunnels wird immer heller.



Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Spelthahn
Landrat des Kreises Düren